Wer einen Webshop erstellen lassen will, vergleicht meist drei Dinge: Kosten, Plattform und Ablauf. Dieser Ratgeber zeigt dir realistische Preisspannen, wann Shopify sinnvoller ist als WooCommerce und wie ein sauberer Projektverlauf von der ersten Idee bis zum Livegang aussieht.

Was kostet ein Webshop erstellen lassen?

Es gibt keine pauschale Antwort — aber klare Richtwerte. Ein schlanker Startshop mit wenigen Produkten, Standard-Checkout und klarer Struktur liegt oft zwischen 1.500 und 4.000 €. Mittlere Shops mit individuellem Design, mehreren Kategorien, Trust-Elementen und Conversion-Optimierung bewegen sich häufig zwischen 4.000 und 12.000 €.

Darüber hinaus zählen laufende Kosten: Shopify-Pläne ab ca. 29 €/Monat, WooCommerce-Hosting oft 15–80 €/Monat, Zahlungsgebühren (z. B. PayPal, Stripe), Apps/Erweiterungen und ggf. Wartung. Wer nur den einmaligen Build-Preis betrachtet, unterschätzt später oft die Gesamtkosten.

Bei VIBEBUILT starten kompakte Shop-Projekte ab 500 € — das gilt vor allem für klar abgegrenzte Setups mit fokussiertem Umfang. Größere Shops mit Custom-Theme, vielen Produkten oder komplexer Logik brauchen entsprechend mehr Budget und Zeit.

Preisübersicht nach Shop-Typ

Shop-Typ Typischer Build Laufende Kosten Für wen?
Starter / wenige Produkte 1.500 – 4.000 € ca. 30 – 80 €/Monat Erste Marken, D2C-Tests, kleine Sortimente
Wachstums-Shop 4.000 – 12.000 € ca. 80 – 250 €/Monat Marken mit Ads, E-Mail, mehreren Collections
Individuell / komplex 12.000 €+ variabel Sonderlogik, B2B, viele Integrationen

Shopify oder WooCommerce — was passt besser?

Shopify eignet sich besonders, wenn du schnell live gehen, skalieren und Marketing (Ads, E-Mail, Influencer) direkt anbinden willst. Theme, Hosting, Updates und Checkout sind integriert. Der Trade-off: weniger Flexibilität als bei einem selbst gehosteten WordPress-Setup.

WooCommerce lohnt sich, wenn Shop, Content und individuelle Funktionen eng zusammenspielen sollen — z. B. Ratgeber-Artikel, Lead-Magneten, B2B-Preislogik oder spezielle Produktkonfiguratoren. Entscheidend ist eine schlanke Plugin-Strategie, sonst leidet Performance und Wartung.

Faustregel: Wenn Verkauf und Skalierung im Vordergrund stehen → Shopify. Wenn Content, SEO und individuelle Logik gleichwertig wichtig sind → WooCommerce. Unklar? Dann zuerst Ziel, Sortiment und Marketingplan klären — die Plattform folgt daraus.

Ablauf: So läuft ein Webshop-Projekt ab

  1. 1. Ziel & Sortiment klären

    Was verkaufst du, an wen, über welche Kanäle? Ohne diese Antworten entsteht ein schöner Shop ohne Verkaufslogik.

  2. 2. Plattform & Struktur festlegen

    Shopify, WooCommerce oder Alternative? Produktkategorien, Collections, Filter und Checkout-Flow werden festgezurrt.

  3. 3. Design & Vertrauen

    Theme-Anpassung, Produktseiten, Trust (Bewertungen, Versand, Retoure), mobile UX. Hier entscheidet sich die Conversion.

  4. 4. Produkte & Technik

    Produktdaten, Varianten, Versandzonen, Zahlungsanbieter, Rechtstexte (Impressum, AGB, Widerruf). Alles muss vor Launch sitzen.

  5. 5. Test & Go-Live

    Testbestellungen, Mobile-Check, Ladezeit, Tracking (Analytics, Pixel). Dann Livegang — idealerweise mit Monitoring in den ersten Tagen.

  6. 6. Marketing & Optimierung

    Ads, E-Mail, SEO für Kategorien und Produkte. Conversion-Schwachstellen nachjustieren statt sofort alles neu zu bauen.

Worauf du bei der Anbieterwahl achten solltest

  • Klare Leistungsbeschreibung statt vager „individuelle Lösung“
  • Transparente Preise oder nachvollziehbare Pakete
  • Fokus auf Conversion, nicht nur auf Design
  • Direkter Ansprechpartner statt anonymes Agentur-Team
  • Referenzen oder Live-Shops, die du selbst testen kannst
  • Saubere Übergabe: Zugänge, Dokumentation, Schulung falls nötig

Typische Fehler — und wie du sie vermeidest

Zu viele Produkte beim Start: Lieber 10–20 Produkte perfekt aufbereitet als 200 halb fertige Listings.

Design vor Struktur: Erst Kategorien, Checkout und Vertrauen — dann Feinschliff im Look.

Rechtliches vergessen: AGB, Widerruf, Datenschutz und Cookie-Consent gehören vor den Launch.

Kein Marketing-Plan: Ein Shop ohne Traffic ist eine teure Visitenkarte. Plane Ads, SEO oder E-Mail von Anfang an ein.